Lanex Yachting

Fallen

Leinen richtig ausmessen und rechtzeitig erneuern

Einfache Formeln für die Länge von Fallen und Schoten, die Sie aus den Segelmaßen berechnen, und sieben Anzeichen, dass eine Leine erneuert gehört.

Die vier Maße, die Sie brauchen

Leinenlängen werden aus vier Riggmaßen berechnet, die in den Bootsunterlagen oder beim Segelmacher stehen: P ist die Vorliekshöhe des Großsegels am Mast, E die Unterliekslänge des Großsegels bzw. Baumlänge, I die Höhe des Vorsegeldreiecks und J dessen Basis vom Mast zum Bug. Dazu kommt die Rumpflänge. Kennen Sie die Maße nicht, hat unser Bootsfinder sie für mehr als viertausend Modelle gespeichert.

Fallen

Das Großfall sollte das Doppelte von P plus etwa drei Meter Arbeitsreserve am Mast und für die Umlenkung ins Cockpit messen. Das Genuafall rechnen Sie als Doppeltes von I plus drei Meter, das Spinnakerfall als Doppeltes von I plus fünf Meter, weil es weit vor dem Bug gefiert wird. Die Dirk ergibt I plus drei Meter. Runden Sie lieber auf: Ein Meter zu viel lässt sich immer abschneiden, ein fehlender nie ergänzen.

Schoten und Trimmleinen

Die Großschot mit der üblichen fünffachen Talje misst das Fünffache von E plus zwei Meter. Genuaschoten sind zwei, jede das Anderthalbfache der Rumpflänge; Spinnakerschoten ebenfalls zwei, jede das 1,9-Fache der Rumpflänge, weil sie bis ganz achtern laufen. Der Baumniederholer ergibt das halbe P plus zwei Meter, der Ausholer E plus drei Meter, die Reffleine das Doppelte von E plus P je Reff.

Alte Leinen nachzumessen ist unzuverlässig

Alte Leinen können sich um einige Prozent gelängt haben, oder jemand hat sie vor Ihnen gekürzt. Gehen Sie deshalb lieber von den Formeln und Segelmaßen aus als von einer nachgemessenen alten Leine. Messen Sie dennoch eine alte Leine, legen Sie sie unbelastet gerade aus und rechnen Sie eine Reserve dazu.

Sieben Anzeichen für den Austausch

Der Mantel ist dort, wo er durch den Stopper läuft, plattgedrückt oder glänzend. Mantelfasern sind aufgeraut oder durchgescheuert und der Kern scheint durch. Die Leine ist hart geworden und hat ihre Geschmeidigkeit verloren. Sie ist stellenweise sichtbar dünner oder hat Beulen, also einen beschädigten Kern. Die Farbe ist zu Grau verblasst, ein Zeichen für UV-Schäden. Anker- und Festmacherleinen dehnen sich nicht mehr. Und schließlich: Sie wissen nicht mehr, wann Sie sie gekauft haben, wobei Fallen und Schoten bei normalem Gebrauch etwa fünf bis acht Saisons halten.

So verlängern Sie die Lebensdauer

Spülen Sie Leinen nach dem Segeln im Salzwasser, nehmen Sie bei längerer Liegezeit die Fallen ab oder fieren Sie sie, lagern Sie Leinen trocken und schattig und kürzen Sie verschlissene Enden rechtzeitig oder drehen Sie die Leine, damit die belastete Stelle wandert.

Nicht sicher?

Wählen Sie Ihr Boot und erhalten Sie Durchmesser- und Längenempfehlungen für jede Position, oder schreiben Sie uns.

Häufige Fragen

Wie lang muss das Großfall sein?+

Das Doppelte der Vorliekshöhe P plus etwa drei Meter Reserve. Bei einem Boot mit P 12 Meter also rund 27 Meter.

Wie oft Fallen und Schoten erneuern?+

Bei normalem Freizeitgebrauch etwa alle fünf bis acht Saisons, früher bei Mantelverschleiß oder Steifwerden. Regattaboote wechseln öfter.

Wo finde ich die Maße P, E, I, J meines Bootes?+

In den Bootsunterlagen, beim Segelmacher oder in unserem Bootsfinder, der sie für mehr als viertausend Modelle hat und die Leinenlängen gleich berechnet.